„Zeichen setzen“ – Begegnungsfest

PRESSEMITTEILUNG

„ZEICHEN SETZEN“ – Begegnungsfest am 14. September

WILHELMSBURG - Das Plakat mit dem Schriftzug „Wilhelmsburg.Vielfalt.Toleranz.Respekt“ prangt in knalligen Farben im ganzen Stadtteil. Mit dem Projekt „Zeichen setzen“ sollen „Vielfalt.Toleranz.Respekt“ als Leitgedanke für das Zusammenleben in Wilhelmsburg sichtbar gemacht werden. „Zeichen setzen“ ist Teil der „Partnerschaft für Wilhelmsburg“ (www.partnerschaft-fuer-wilhelmsburg.de ). Es wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert und steht unter der Trägerschaft von „Sport ohne Grenzen“.

Am Freitag, 14. September 2018, ab 15 Uhr feiert „Zeichen setzen“ zusammen mit dem "Haus der Jugend" (Krieterstraße 11, 21109 HH) und setzt ein starkes Zeichen in und für Wilhelmsburg. Mit Spiel und Spaß, mit Waffeln und Bühnenprogramm, Musik und Mitmachaktionen steht alles unter. dem Motto "Vielfalt, Toleranz und Respekt". Das Motto verweist Populisten, Miesmacher und Fundamentalisten auf die Plätze. Es geht um das Erleben von Vielfalt ganz konkret. Wir feiern miteinander und zeigen Aktionen und Projekte, die im Stadtteil durch „Zeichen setzen“ schon angestoßen wurden. Wie Zusammenleben gelingt, das bleibt Herausforderung und Bereicherung zugleich. Um 20 Uhr rundet ein Open-Air-Überraschungsfilm das Fest ab.

 

Alle Wilhelmsburger*innen sind herzlich eingeladen!

HINTERGRUND: Das Projekt wurde angestoßen von TIRA (Tisch für interreligiösen Austausch- Vertreter*innen aus Jugendeinrichtungen, Kirchen, Moscheen, Schulen) und aufgenommen von der Partnerschaft für Wilhelmsburg. Es wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Träger des Projektes ist Sport ohne Grenzen. Ziel des Projektes ist: demokratische Potentiale in Wilhelmsburg aktivieren, Gemeinsamkeiten im Stadtteil stärken und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene motivieren, sich selbst mit den Themen „Vielfalt, Toleranz und Respekt“ auseinandersetzen. Wir blicken auf das Gelungene und stärken ein hoffnungsvolles gesellschaftliches Bild des Miteinanders.

PROJEKTKOORDINATION „ZEICHEN SETZEN“: Charlotte von Blomberg:vonblomberg@sportohnegrenzen.de

für TIRA (Tisch für interreligiösen Austausch) sind die Ansprechpartner*innen:

  • städtisch: Arne Bens (Haus der Jugend Kirchdorf) - arne.bens@hamburg-mitte.hamburg.de
  • christlich: Anja Blös (Regionalpfarrstelle Wilhelmsburg) - bloes.wilhelmsburg@kirche-hamburg.de
  • muslimisch: Ekrem Uyulur (Fatih Moschee) - uyulur@mail.de

Zeichen setzen

Liebe Wilhelmsburger*innen!
„Demokratie leben!“ heißt Demokratie mit Leben zu füllen. Und genau das wollen wir in Wilhelmsburg tun. Mit dem Projekt „Zeichen setzen“ der Partnerschaft für Wilhelmsburg möchten wir in Wilhelmsburg ein verbindendes und deutlich sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Respekt setzen. Und dazu brauchen wir viele Mitstreiter*innen und eure Unterstützung! Wir möchten städtische, freie und religiöse Einrichtungen, Initiativen und Organisationen in Wilhelmsburg – insbesondere solche, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten – ansprechen und auffordern, sich bei „Zeichen setzen“ mit einzubringen.

Wie?
Der 1. Schritt: WIR ZEIGEN UNS.
Wer mitmacht, bringt das gleichlautende Plakat am 15. Februar 2018 als gemeinsames Zeichen nach außen an. Das Plakat ist einfach gestaltet: WILHELMSBURG. VIELFALT. TOLERANZ. RESPEKT.

Der 2. Schritt: WIR GEHEN NACH INNEN.
Wenn das Plakat hängt, soll es in den Einrichtungen Anlass und Ausgangspunkt bieten, die Themen „Vielfalt, Toleranz und Respekt“ zu vertiefen.

Der 3. Schritt: WIR GEHEN NACH AUSSEN.
Die in den Einrichtungen stattgefundene Auseinandersetzung soll in kreative, künstlerische und phantasievolle Projekte münden und umgesetzt werden.

Der 4. Schritt: GEMEINSAM FEIERN!
„Zeichen setzen“ und die in den Einrichtungen entstandenen Projekte stellen sich bei einem großen gemeinsamen Fest im September 2018 vor.

HINTERGRUND: Das Projekt wurde angestoßen von TIRA (Tisch für interreligiösen Austausch- Vertreter*innen aus Jugendeinrichtungen, Kirchen, Moscheen, Schulen) und aufgenommen von der Partnerschaft für Wilhelmsburg. Träger des Projektes ist Sport ohne Grenzen e.V.
Ziel des Projektes soll sein: demokratische Potentiale in Wilhelmsburg zu aktivieren, Gemeinsamkeiten im Stadtteil zu stärken und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu motivieren, sich selbst mit den Themen „Vielfalt, Toleranz und Respekt“ auseinanderzusetzen. Wir blicken so auf das (schon) Gelungene und stärken ein hoffnungsvolles gesellschaftliches Bild des Miteinanders. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie als Einrichtungen dabei wären und unsere Plakate bei sich aufhängen würden, um ein Zeichen zu setzen in und für Wilhelmsburg!

Wenn Sie als Einrichtung dabei sind, dann schicken Sie bitte eine kurze Bestätigungsmail an: vonblomberg@sportohnegrenzen.de

Die Plakate können Montag bis Freitag von 9 – 20 Uhr und Samstag von 15 – 20 Uhr im Haus der Jugend Wilhelmsburg (Rotenhäuser Damm 58, 21107 Hamburg, TELEFON: 040 753 25 92) abgeholt werden.

14. Februar 2018 – Projektauftakt und Pressekonferenz um 10 Uhr im Familien-/Jugendzentrum Kirchdorf-Süd (Karl-Arnold-Ring 9).

15. Februar 2018 – Aufhängung ALLER Plakate als starkes Zeichen in und für Wilhelmsburg!

Bitte lassen Sie uns 1-3 Fotos von den aufgehängten Plakaten in ihrer Einrichtung zukommen, damit wir diese auf der Homepage der Partnerschaft für Wilhelmsburg veröffentlichen können.

Bei Interesse, Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich gerne an uns.
Zeichen setzen PROJEKTKOORDINATION: Charlotte von Blomberg
Email: vonblomberg@sportohnegrenzen.de

Mit freundlichen Grüßen
für TIRA (Tisch für interreligiösen Austausch)
Ekrem Uyulur
Fatih Moschee
uyulur@mail.de

Anja Blös
Regionalpfarrstelle Wilhelmsburg
bloes.wilhelmsburg@kirche-hamburg.de

Ulrich Gomolzig
HdJ Wilhelmsburg
hdj.wilhelmsburg@hamburg.de

Gute Wünsche für gute Nachbarn

Wunsch-Aktion

Was wünschen Sie Ihrem Nachbarn oder Ihrer Nachbarin?

Diese Frage haben wir im November Menschen in Wilhelmsburg gestellt. Wir wollten herausfinden, was sie sich gegenseitig Gutes wünschen. Herausgekommen ist eine schöne Liste von Wünschen für Lieblingsnachbarn, die wir auf Poskarten verteilen und als Plakate im Stadtteil aushängen. Wir bedanken uns bei allen, die teilgenommen haben!

Hier die Liste der von uns gesammelten Wünsche:

  • Reichtum
  • Urlaub, starke Augen, Zufriedenheit
  • Bleiberecht für Flüchtlinge
  • das Beste im Leben
  • eine erfolgreiche Zukunft
  • einen super guten Realschulabschluss
  • Frieden mit der Familie
  • G-Klasse
  • viel Erfolg im Leben
  • vom ganzen Herzen Glückseligkeit und Wohlstand
  • auch an grauen Tagen einen schönen Moment
  • allen Menschen eine gesunde Niere
  • erholsamen Urlaub außerhalb Deutschlands
  • gesunde Kinder
  • eine Pause
  • meinen Eltern weniger Stress mit uns
  • erfolgreiche Karriere
  • Erfolg, Glück, Gesundheit (mehrmals)
  • gute Freunde
  • Zufriedenheit
  • fröhliche Weihnachten
  • Teilnahme an der WM
  • Geschenke
  • viel Schokolade
  • das was ich mir wünsche, wünsche ich Dir
  • Gerechtigkeit

Interview: Kick4Peace

Interview mit Till – Leiter des Projekts Kick4Peace

Hi Till, wer bist Du, was machst Du?
Hi. Ich bin Till, Kampfkünstler, Industriekletterer, Trainer für Interkulturelle Kompetenzen und vieles mehr... Zu viel, um sich auf nur eine Sache zu beschränken. Ich leite das Projekt Kick4Peace bei den Hamburg Towers bzw. Sport ohne Grenzen. Gerne würde ich nur mit und von der Kampfkunst, dem Kampfsport leben. Das ist bei der Vielzahl an Angeboten nicht immer einfach. Daher konzentriere ich mich auf das Projekt und unterstütze meinen Sifu in unserer Kampfkunst Schule in Barmbek.

Wie bist du zum Kampfsport gekommen?
Angefangen habe ich in der ersten Klasse mit dem Judo. Mein bester Freund und ich haben damals beim HT16 trainiert. Unsere Mütter fanden es gut. Zwei Kinder bei Alleinerziehenden, da musste Energie abgebaut werden. Mit 13 habe ich dann den Weg in die Schule meines heutigen Lehrers gefunden. Ich hatte das Glück in meiner Schule jemanden kennen zu lernen, der dort schon unterrichtet wurde. Eine gute Fügung, da Abiturienten und Siebtklässler eher selten in Kontakt kommen. Er nahm mich mit und ich wusste nach dem ersten Training, das ist es, das wird es bleiben.

Was bedeutet Si-Fu und was Si-Hing usw.?
Diese Begriffe kommen aus dem Chinesischen und bedeuten aus unserem Verständnis Lehrer und wenn man so sagen möchte Assistent. Sifu oder Shifu hat aber eine noch viel weitreichendere Bedeutung. Es ist der Lehrer, aber auch der Vater. In der Tradition der chinesischen Kampfkünste hat man seine Kinder in die Schulen oder auch Klöster geschickt, wo sie über viele Jahre ausgebildet wurden, ohne abends wieder nachhause zu gehen. Sie lebten dort und der Sifu wurde somit auch zu einer Vaterfigur. Der Sihing wurde somit auch zu einem großen Bruder und hat diese Bedeutung auch heute inne.

Man spricht auch von „Kampfkunst“. Was hat Kampf mit Kunst zu tun? Welche Aspekte spielen neben dem Kampf noch eine Rolle bzw. scheint nicht nur die körperliche sondern auch eine geistige Dimension eine Rolle zu spielen?
Hmmm.. Ist Musik Kunst? Malen? Wenn man, nehmen wir das Kämpfen im Ring oder auf der Matte mal bei Seite, sich einer Sache hingibt und sich über diese auszudrücken versucht, ist das dann Kunst? Es geht wie bei den klassischen Künsten um Hingabe, Fleiß, Akribie und sehr viel Kreativität. Bezogen auf den Kampf ist jede Situation neu, man muss sich ihr anpassen, dem Gegner, den Umständen. Die freie Kunst des Kämpfens, die Katas oder Kuens, wie sie im japanischen und chinesischen genannt werden, sind das Praktizieren des Kampfes ohne Gegner. Dennoch steckt extrem viel Ausdruck und Präzision in dieser Praktik. Sie ist dem Kunstverständnis am nächsten, weil auch die Persönlichkeit zum Ausdruck kommt. All diese Aspekte stärken nicht nur den Körper, sie formen vor allem den Charakter und die Persönlichkeit. Man kann den Fleiß zum erreichen sportlicher Ziele auch auf andere Lebenssituationen anwenden. Die Ausbildung, die Schule, die Arbeit. Den Respekt zu seinem Lehrer und Mitschülern auf sein Umfeld und alle Menschen, denen man begegnet. Das Selbstbewusstsein, welches man durch das erlernen von Kampfkunst und Kampfsport erhält, sollte zu einem offenen und selbstsicheren Menschen führen. Dieser Mensch urteilt nachdem er alle wichtigen Informationen hat. Dies muss man sich Tag für Tag bewusst machen, eine Lebensaufgabe.

Was Technik und Kraft angehen, habe ich das Gefühl, dass du weniger als zwei Sekunden bräuchtest, um mich umzulegen. Bei aller geistiger Haltung: Du bildest Menschen auch zu lebendigen Waffen aus. Wie gehst du mit dem Gewaltaspekt in deinem Beruf um?
Gewalt ist allgegenwärtig. Sie liegt der Natur inne. Wir Menschen haben das Geschenk des Bewusstseins erhalten, welches durch einfache Prozesse die Gewalt umgehen kann. So die Theorie... Der beste Kampf ist der, der nicht statt findet. Das sollte eine Maxime sein. Aber Gewalt findet auf so vielen Ebenen statt, dass sie zwangsläufig zu Frust und Ärger führt. Es muss nicht immer die körperliche Auseinandersetzung sein. Das Internet, die Arbeitskollegen und und und... Ich versuche in erster Linie den Menschen zu formen, nicht den Kämpfer. Lieber weg gehen und das Weichei sein, ganz ehrlich... Der Kampfsportler, der sich draußen messen will, hat nichts verstanden und ist im schlimmsten Fall zur Rechenschafft zu ziehen. Ich kommuniziere das genau so... WENN, man sich verteidigen muss, dann ist das so. Unsere Schüler wissen, was dann zu tun ist. Dafür trainiert man Selbstverteidigung, um sein eigenes Leben und das seiner Angehörigen zu schützen.

Ist es dir schon mal passiert, dass einer deiner Schüler draußen gewalttätig wurde?
Nein, worauf ich sehr stolz bin. Aber ich kenne genügend andere Beispiele.

Was ist für dich das Schönste daran kick4peace zu machen?
Der Fortschritt... Die Jungen Menschen, die uns in den letzten beiden Jahren besucht haben, haben große Schritte gemacht. Die meisten sind innerhalb der letzten 6 Jahre nach Deutschland gekommen. Auf diversen Flüchtlingsrouten. Sie haben den Weg hierher gefunden, nun unterstützen wir sie dabei, den Weg in unsere Gesellschaft zu finden. Sie lernen fleißig Deutsch oder streben Schulabschlüsse an. Sie haben Ausbildungsplätze gefunden oder sind auf der Suche. Das Training hält sie davon ab, dummes zu tun. Und soweit ich erfahre und weiß sind die Verlockungen groß. Ich sehe Menschen, die sich entwickeln, das ist das Schönste...

Zu guter Letzt: Was ist Erfolg für dich ganz persönlich?
Gute Frage... Mittlerweile ist es, zu sehen, dass das was ich gebe Früchte trägt. Und... Wenn unsere kick4peace Schüler in naher Zukunft erfolgreiche Wettkämpfer werden. Einen Deutschen Meister... Das wäre ein toller Erfolg

Besten Dank für das Interview Till!

Fastenbrechen

Dattel und Serviette

„Soul-Food“ am Tor zur Welt

Nach dem Motto „Nächstenliebe geht durch den Magen“ haben die peer-leader den Jugendfond dafür verwendet ein Rahmenprogramm zu GIRA – „Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch“ zu gestalten. GIRA ist eine Initiative von Jugendlichen, die für Jugendliche und Erwachsene Begegnung und Dialog schaffen möchten, um über gesellschaftspolitische, religiöse, aber auch alltägliche Themen in angenehmer Atmosphäre zu diskutieren. Diese Veranstaltung fiel in den Fastenmonat Ramadan.

Nach dem die Jugendlichen und Erwachsenen sich im Weltcafé, moderiert durch das vierköpfige GIRA-Team in verschiedenen Formaten intensiv ausgetauscht hatten, ging es in die gegenüberliegende Kantine des Bildungszentrums Am Tor zur Welt. Dort war das Iftar (arab. Frühstück, Fastenbrechen) von den fleißigen Küchenkräften liebevoll und pünktlich zu Sonnenuntergang angerichtet.

Die Stimmung war sehr harmonisch und von einer enormen Offenheit geprägt. Obwohl es medial und politisch häufig sehr aufgeladen ist, waren nicht-muslimische Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr neugierig und bestanden darauf, den Brauch zu erleben, mit dem Gebetsruf das Fasten zu brechen. Regelrecht überrascht brach unter den peers ein aufgeregtes Flüstern und Gemurmel aus, um denjenigen mit der besten Stimme ausfindig zu machen.

Die erröteten Wangen des jungen Auserwählten ließen erahnen, dass dieser verlegen, aber auch sehr geschmeichelt war. Und so zog er sich in eine unweite Nische zurück und ließ seinen zaghaften Gesang erklingen.

Damit haben die peer-leader gemäß der Kampagne „WILHELMSBURG. VIELFALT. TOLERANZ. RESPEKT.“ ein deutliches Zeichen gesetzt.

Willkommen in Wilhelmsburg

Pinnwand mit Begriffen

Willkommen bei der Parnterschaft für Wilhelmsburg - dem Projekt von Demokratie leben!