Fastenbrechen

Dattel und Serviette

„Soul-Food“ am Tor zur Welt

Nach dem Motto „Nächstenliebe geht durch den Magen“ haben die peer-leader den Jugendfond dafür verwendet ein Rahmenprogramm zu GIRA – „Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch“ zu gestalten. GIRA ist eine Initiative von Jugendlichen, die für Jugendliche und Erwachsene Begegnung und Dialog schaffen möchten, um über gesellschaftspolitische, religiöse, aber auch alltägliche Themen in angenehmer Atmosphäre zu diskutieren. Diese Veranstaltung fiel in den Fastenmonat Ramadan.

Nach dem die Jugendlichen und Erwachsenen sich im Weltcafé, moderiert durch das vierköpfige GIRA-Team in verschiedenen Formaten intensiv ausgetauscht hatten, ging es in die gegenüberliegende Kantine des Bildungszentrums Am Tor zur Welt. Dort war das Iftar (arab. Frühstück, Fastenbrechen) von den fleißigen Küchenkräften liebevoll und pünktlich zu Sonnenuntergang angerichtet.

Die Stimmung war sehr harmonisch und von einer enormen Offenheit geprägt. Obwohl es medial und politisch häufig sehr aufgeladen ist, waren nicht-muslimische Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr neugierig und bestanden darauf, den Brauch zu erleben, mit dem Gebetsruf das Fasten zu brechen. Regelrecht überrascht brach unter den peers ein aufgeregtes Flüstern und Gemurmel aus, um denjenigen mit der besten Stimme ausfindig zu machen.

Die erröteten Wangen des jungen Auserwählten ließen erahnen, dass dieser verlegen, aber auch sehr geschmeichelt war. Und so zog er sich in eine unweite Nische zurück und ließ seinen zaghaften Gesang erklingen.

Damit haben die peer-leader gemäß der Kampagne „WILHELMSBURG. VIELFALT. TOLERANZ. RESPEKT.“ ein deutliches Zeichen gesetzt.

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